Information über die operative
Bruststraffung (Hängebrustfixierung) und Brustverkleinerung
Die Veränderung
Die Veränderung besteht in der
übermäßigen Vergrößerung, Ausdehnung der beiden
Brüste aus konstitutionellen oder anderen Gründen,
die generell zu physischen Beschwerden (wie Schmerzen
im Bereich des Rückens, der Schultern, oder auf
zusammenhängenden Hautflächen zu Hautveränderungen
wie Derma-tomykose /Hautpilzkrankheit/ und Hautentzündungen)
führen kann. Am häufigsten treten diese Veränderungen
nach der Schwangerschaft oder einer größeren Gewichtsabnahme
auf, in dem sich die Haut und der Brustdrüsenbestand
vergrößert, ausdehnt, das schließlich zur übermäßigen
Absenkung, Hinabhängung der Brust zur Folge haben
wird. Eine angeborene oder erworbene (nach einem
operativen Eingriff oder einem Trauma) Asymmetrie
der Brüste kann ebenfalls eine Indikation für
die Operation darstellen. Diese Veränderungen
können selbstverständlich über die vorstehend
bereits angeführten physischen Beschwerden hinaus
schwere seelische Probleme und Alterationen bewirken.
Behandlungsalternativen
Die Patientin hat ihre Erwartungen
mit dem operierenden Arzt ganz offen zu besprechen,
wobei man jedoch nicht vergessen sollte, dass
mit dem Eingriff als gewünschtes Ergebnis eher
nur eine bestmögliche Verbesserung (Korrektur)
des vorhandenen Zustandes erzielt werden kann,
ein perfekter, optimaler Zustand dürfte hier nicht
das Ziel sein. Die plastische Operation der Brust
verändert die Größe, Position, und Straffheit
der Brüste. Der ästhetische Eingriff verbessert
Ihr Äußeres und verhilft Sie zu einem stärkeren
Selbstwertgefühl.
Die Tageschirurgie
Unter Tageschirurgie versteht
man, dass die Patientin die Klinik in der Regel
nach ein Paar Stunden Beobachtung, spätestens
jedoch innerhalb von 24 Stunden nach der Operation
mit einem Begleiter auf eigenen Füssen verlassen
kann, so dass der weitere Heilungsverlauf bereits
zu Hause erfolgt. Für die Tageschirurgie gelten
strenge berufliche, soziale und sonstige Voraussetzungen
und Anforderungen, die mit der Patientin im Laufe
des Beratungsgesprächs dann geklärt werden, wenn
es bereits konkret um den Ablauf der Operation
geht (die Tageschirurgie setzt u.a. der allgemein
gute physikalische Zustand der Patientin ohne
schwere System-Erkrankung vor, die Patientin hat
ferner für die Organisierung ihrer Abholung von
der Klinik und Ihrer Pflege bzw. Betreuung zu
Hause Sorge zu tragen, sie soll über ein Telefon
verfügen, um sich bei Problemen oder Beschwerden
mit der Klinik und dem operierenden Arzt jederzeit
in Verbindung setzen zu können, usw).
Aufgaben vor der Operation
Der Operation soll auf jeden
Fall eine von einem plastischen Chirurgen durchgeführte
fachärztliche Untersuchung zuvorkommen. Im Anschluss
an diese Untersuchung spricht der operierende
Arzt die Möglichkeiten mit der Patientin durch,
die sie bei ihrer Entscheidung im Bezug auf die
Operation (z.B.: die gewünschte Änderung der Brustform)
beeinflussen können. Hierbei wird vom Arzt auf
die Tageschirurgie als spezielle Behandlungsform,
die eventuell erforderlichen zusätzlichen Untersuchungen
(z.B. allg. medizinische Untersuchungen, Labor
usw.), die anwendbaren Anästhesie - Arten, die
möglichen Komplikationen, die während des Heilungsverlaufs
eventuell auftretenden Probleme und Beschwerden,
die häusliche Pflege, die einzelnen Etappen des
Heilungsverlaufs, d.h. auf alle Informationen
hingewiesen, die für die Patientin notwendig sein
können, um sich für die eine oder die andere Behandlungsmethode
oder Operationsart entscheiden zu können.
Die Operation
Bei der Operation wird eine
Korrektur der Position, Form, sowie Größe der
Brüste vorgenommen. Bei übergroßen Brüsten wird
das überflüssige Haut- und Brustgewebe entfernt,
besteht hingegen das Problem in dem bedeutenden
Größenunterschied zwischen den beiden Brüsten,
wird - abhängig vom Körperbau (Körperbeschaffenheit)
und von anderen Verhältnissen entweder die große
Brust verkleinert oder die kleinere Brust - durch
Einsetzung eines Implantates vergrößert. Die Korrektur
der Form und Position der Brüste wird - nach der
Entfernung der gestreckten und damit überschüssigen
Haut durch deren Fixierung in der ursprünglichen
physiologischen Position befestigt. Im Anschluss
darauf werden die Schnittführungen nach einer
sorgfältigen Blutstillung mit plastischen Nähten
verschlossen. Oft wird ins Operationsgebiet ein
Vakuumschlauch (Redondrainage) eingeführt, um
das sich bildende Serum abzuleiten, auszuführen.
Am Ende der Operation werden auf den Brustkorb
ein Deckverband und ein spezieller BH angelegt.
Mögliche Komplikationen
Kein Arzt kann eine absolut
komplikationsfreie Operation garantieren. Komplikationen
können nämlich auch nach einem mit der größten
Sorgfalt und Umsicht durchgeführten operativen
Eingriff auftreten. Die möglichen Frühkomplikationen
wie Serumansammlung, Nachblutung, Bluterguss /Hämatom/,
Entzündung, Hautnekrose, u.a. lassen sich -sofern
diese rechtzeitig erkannt werden- gut behandeln.
Zur Erkennung dieser Frühkomplikationen dient
die 1-2 tägige stationäre Beobachtung. Im Falle,
dass Sie nach Ihrer Entlassung aus der Klinik
zu Hause das geringste Anzeichen des Auftretens
einer Komplikation wahrnehmen sollten Sie Ihren
operierenden Arzt unverzüglich überdies unterrichten,
der für die Behebung der Komplikation Sorge tragen
wird. Es können z.B. Empfindungsstörungen der
Brusthaut und der Brustwarzen auftreten. Beim
eventuellen Auftreten von Spätkomplikationen (Spätrezidive)
wie übermäßige Narbenbildung oder Narbenkeloid
kann innerhalb von 3 Monaten nach der Operation
eine Injektionsbehandlung zum Einsatz kommen.
Dieses Operationsverfahren wird in unserer Klinik
- obwohl es wie jede andere Operation gewisse
Risiken in sich birgt generell mit guten Ergebnissen
angewendet, und die Patientinnen mit diesem alle
zufrieden gewesen sind.
Aufgaben nach der Operation
Die Patientin wird nach einer
1-2 tägigen stationären Beobachtung aus der Klinik
entlassen und kann mit einem Begleiter nach Hause
gehen. Vor ihrer Entlassung werden die Vakuumschläuche
entfernt. Nach der Operation sind Antibiotika
oder im Bedarfsfall auch Schmerztabletten empfehlenswert.
In der ersten Woche zu Hause hat die Patientin
eine schonende Lebensweise zu führen bzw. sich
des häufigen Armhebens sowie der Biegung zu enthalten.
Die erste Kontrolluntersuchung findet eine Woche
nach der Operation statt, zur Fadenentfernung
kommt es 2-3 Wochen nach der Operation, bei der
nächsten Untersuchung. Die Patientin hat für 6
Wochen lang eine für sportliche Betätigungen vorgesehene
Speziell-BH entsprechender Größe zu tragen.
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